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Der Engelsbaum

Lucinda Riley

Der Engelsbaum

Roman

640 Seiten

Info

Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken – damit sie schließlich wahren Frieden finden kann ...

Hörprobe

Pressestimmen

„Der packende ‚Love and Landscape‘-Roman ‚Der Engelsbaum‘ entführt uns ins England der Nachkriegszeit.“
Freundin, 13.01.2015
„Zu schön, um wahr zu sein.“
Focus, 30.01.2015
„Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt.“
Bild Woche, 03.12.2014

Kundenrezensionen

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Der Engelsbaum

(20 Kundenrezensionen)
(Durchschnittliche Bewertung)
Mikka Liest, 26. April 2016
Aus Lucinda Rileys Vergangenheit
Zwei Dinge vorneweg:

Erstens, ich habe die ersten Kapitel des Buches auf deutsch gelesen, bin danach aber auf das ungekürzte englische Hörbuch umgestiegen. Dennoch denke ich, dass ich anhand der auf deutsch gelesen Kapitel sagen kann, dass die Übersetzung sehr gut gelungen ist und sich sehr ansprechend liest.

Zweitens, ich war der Meinung, bei "Der Engelsbaum" handle es sich um ein aktuelles Buch der Autorin, und ich war überrascht, als ich feststellte, dass das Buch eigentlich schon vor 20 Jahren unter einem anderen Titel und einem Künstlernamen erschienen ist!

Ich habe erst vor kurzem eines der neueren Bücher von Lucinda Riley gelesen, und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass man da einen Unterschied bemerkt: zwar ist auch "Der Engelsbaum" eine komplexe, verschachtelte Geschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt und sich dem Leser nur in kleinen Puzzleteilchen enthüllt, aber die Charaktere zeigen in meinen Augen weniger Tiefe. Auch der Schreibstil hat meiner Meinung nach nicht die gleiche detailverliebte Lebendigkeit, nicht ganz die mühelose Sogkraft. Besonders die Dialoge fand ich öfter ein wenig hölzern.

Dazu muss ich aber sagen, dass das Jammern auf hohem Niveau ist: wäre es kein Buch von Lucinda Riley, hätte ich nicht solch hohe Erwartungen zur Lektüre mitgebracht! Die Geschichte hat durchaus ihre glanzvollen Momente, ihre originellen Einfälle... Ich fand sie auch überwiegend unterhaltsam und spannend zu lesen, mit nur gelegentlichen Längen. Der Schreibstil ist beileibe nicht schlecht, nur eben meines Erachtens nicht ganz auf dem Niveau, das Lucinda Riley in ihren neueren Werken vorlegt.

Mein größtes Problem waren allerdings die Protagonistinnen: im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die es mir zunehmend schwer machten, sie zu verstehen - Greta und ihre Tochter Cesca. Greta trifft fatale Entscheidungen, verstrickt sich in Lügen oder benimmt sich einfach selbstsüchtig, und das wuchert nicht nur in ihrem Leben wie ein Krebsgeschwür, sondern setzt sich auch fort ihm Leben ihrer Tochter.

Das fand ich durchaus interessant und auf traurige Art auch realistisch. Beide Frauen sind im Grunde Opfer unglücklicher Umstände, und dazu kommt noch die gravierende psychische Erkrankung einer der beiden. Dennoch fiel es mir wirklich schwer, sie zu mögen und mit ihnen mitzufühlen, und ich habe mir oft gewünscht, dass sie endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.

Das lag zum Teil auch an der Art und Weise, wie sie David behandeln, den Ruhepol in ihrem Leben - David, der über mehrere Jahrzehnte (!!) alles für Greta und Cesca tut, ohne dass er viel von ihnen zurückbekommt. Er ist immer da, wenn sie ihn brauchen, er lässt alles stehen und liegen, wenn sie mit den Fingern schnippen, während sein eigenes Leben in einer Art Limbo verharrt. Das wirkte auf mich eher krankhaft als romantisch!

Überhaupt sind die meisten Liebesbeziehungen in diesem Buch in meinen Augen ungesund - zum Teil obsessiv, zum Teil reine Zweckgemeinschaften, und in einem Fall wird eigentlich nur aus Rache geheiratet. Die Ausnahme von all dem ist Ava, die dritte Generation: die Tochter von Cesca beziehungsweise Enkelin von Greta. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden und hat auch als einzige der drei Frauen eine liebevolle, gesunde Beziehung.

Aber wie schon gesagt: trotz allem fand ich die Geschichte unterhaltsam und spannend, auch wenn ich mich den Charakteren wenig verbunden fühlte.

Fazit:
1995 erschien "Der Engelsbaum" in der englischen Erstausgabe - unter dem Titel "Not Quite an Angel" und dem Künstlernamen Lucinda Edmonds. Vergleicht man das Buch mit den neueren Werken der Autorin, sieht man in meinen Augen, dass sich ihr Stil in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat!

Ich hatte deutliche Schwierigkeiten mit den zwei Frauen, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen, fand das Buch im Ganzen aber dennoch lohnend und unterhaltsam.
Nicole Plath, 15. April 2016
Eine schöne Familiengeschichte
Ein spannendes Familiendrama erwartet die Leser bei diesem Buch. Mit Greta, ihrer Tochter Cheska und Enkelin Ava wird diese Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt.

Alles beginnt mit Gretas Rückkehr nach Marchmont Hall im Dezember 1985. Sie hatte vor vielen Jahren ihr Gedächtnis verloren und verbringt nun Weihnachten mit ihrer Familie. Bei einem Spaziergang findet sie im Wald ein kleines Grab. Es ist ihr kleiner Sohn Jonny, der hier begraben wurde. 1949 war dieser im Alter von nur drei Jahren gestorben.

Durch einige „Flashbacks“ kommen Greta Erinnerungen aus dieser Zeit und sie bittet ihren Freund David, der immer für sie da ist, ihr alles zu erzählen. So erfährt der Leser in diesem Buch mehr über eine junge Frau, die sich eigentlich nur nach einem guten Leben sehnt und es doch nicht haben kann. Als sie schwanger wird und sich ihr damaliger Freund wegen ihres Lebenswandels von ihr trennt und aus ihrem Leben verschwindet, weiß sie nicht mehr weiter. Abtreiben oder das Baby doch behalten.

Ihr guter Freund David bietet ihr schließlich die Möglichkeit, nach Marchmont Hall – seinem Elternhaus – zu seiner Mutter LJ zu ziehen. Greta bekommt das Lark Cottage bereitgestellt, um dort während der Schwangerschaft zu bleiben. Der Herr von Marchmont Hall ist Owen, der Schwager von LJ. Durch ein zufälliges Treffen lernen sich Greta und Owen kennen und heiraten, so dass Greta ihre Zwillinge Jonny und Cheska nicht als ledige Mutter großziehen muss.

Doch nach dem Tod von Jonny verändert sich alles. Greta verlässt mit Cheska Marchmont Hall. Wieder ist es David, der ihr in der Not hilft, doch diese Hilfe wird sich im Laufe des Buches als Fluch erweisen. Zuviel sei an dieser Stelle nicht verraten, doch auch Cheska wird früh Mutter einer Tochter, Ava, und auch deren leiblicher Vater ist nicht der, der er zu sein scheint.

Der Leser begleitet so auch Cheska durch ihr Leben. Der Aufstieg zum gefeierten Kinderstar bis zu ihrem tiefen Fall, all dies hat Spuren in Cheskas Seele hinterlassen. Im Verlauf des Buches schildert die Autorin die verschiedensten Gefühlszustände von Cheska, ohne auf den „Mitleidsknopf“ zu drücken. Denn Cheska ist nicht nur der brave Engel, der alle Menschen um den Finger wickelt. Sie hat auch eine dunkle Seite, die zunehmend an Stärke gewinnt.
Conro, 04. Januar 2016
Ein frühes Werk der Autorin
Selten fiel mir ein Einstieg in ein Buch so leicht, lasen sich doch die ersten Seiten wie ein Hedwig-Courth-Maler-Roman – armes Mädchen heiratet reichen Mann. Über diesen Eindruck konnte auch der typische Riley-Aufbau (Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit), der in diesem Buch übrigens sehr selten erfolgt, nicht hinweg täuschen. Ich vermute sogar, das diese Gegenwartspassagen erst nachträglich eingebaut sowie der Klappentext angepasst wurden, denn bei dem Buch „Der Engelsbaum“ handelt es sich um eines der früheren Werke der Autorin; veröffentlicht 1996 unter dem Titel „No Quite an Angel“. Damals z.B. verwies der Klappentext eindeutig auf eine Geschichte mit der Hauptprotagonistin Cheska und trifft damit den Inhalt eindeutig besser als die heutige Beschreibung.

Womit ich bei den Hauptfiguren wäre. Diese sind – wie bei Riley gewohnt – exzellent und detailliert herausgearbeitet; die Charaktere so gut gezeichnet, das man sofort Sympathie oder eben auch Antipathie für den einen oder anderen empfindet.

Die Handlung selbst ist logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Gibt es anfangs noch ein paar Passagen, die sich etwas zähflüssig lesen lassen, werden diese zum Ende hin durch die mittlerweile erzeugte Spannung wieder wett gemacht. Der Schluss des Buches, auch wenn vorhersehbar, lässt keine Fragen offen und entläßt den Leser mit dem Gefühl, ein gutes Buch in den Händen und einige vergnügliche Lesestunden gehabt zu haben.

Fazit: Auch wenn „Der Engelsbaum“ nicht ganz an den heutigen ausgefeilteren und perfektionierteren Schreibstil von Lucinda Riley herankommt, hat mich die Geschichte wieder in ihren Bann ziehen können. Aus diesem Grund und unter Berücksichtigung, das es sich hier wirklich um eines der ersten Werke der Autorin handelt, vergebe ich gerne 5/5 Sternen und empfehle dieses Buch an all die weiter, die einfach einmal dem Alltag entfliehen wollen.
Stephienchen, 23. November 2015
Familiendrama
Auch wenn es sich hier um ein sehr frühes Werk der Autorin handelt, dass jetzt noch einmal neu aufgelegt wurde, so kann man doch den typischen Stil der Autorin entdecken. Man bekommt wieder eine Familiengeschichte, die ans Herz geht und eine starke Protagonistin. Dabei merkt man, dass Menschen manchmal eine große Veränderung innerhalb ihres Lebens durchmachen können und dass es viele nicht leicht haben. Außerdem wird wieder einmal deutlich, welche große Rolle die Familie im Leben von Menschen spielen kann und wie gefährlich Geheimnisse sein können.
Conny G., 04. November 2015
Schöne, fesselnde Familiengeschichte
Das war mein erstes Buch der Autorin, das mir empfohlen wurde.
Es handelt sich um ein frühes Werk der Autorin, was sie bereits 1995 geschrieben hat. In einer von der Autorin überarbeiteten Version erschien es 2014 auch in Deutschland.

Die Protagonistin Greta verlor vor vielen Jahren durch einen Unfall ihr Gedächtnis. In all den Jahren war ihr David Marchmont eine große Hilfe.
Zu Weihnachten bringt er sie zurück nach Marchmont Hall, wo sich die Familie trifft und Greta früher einmal gelebt hat.
Bei einem Spaziergang im Wald entdeckt sie ein Kindergrab und stellt fest, dass hier ihr eigener Sohn begraben liegt. Da beginnt Greta sich zu erinnern …

Die Autorin erzählt hier eine Familiengeschichte über drei Generationen, beginnend zur Nachkriegszeit 1945 bis hinein in die 80er Jahre.
In Rückblenden erfahren wir, zunächst Gretas Geschichte, wie sie David Marchmont kennenlernte und es dazu kam, dass sie Marchmont Hall lebte.
Greta ist zunächst eine sehr naive junge Frau, die sich mit Mühe durch das Leben schlägt. Sie entwickelt sich aber mehr und mehr zur zielstrebigen erwachsenen Frau, besonders nachdem sie ihre Tochter allein erzieht und ins Filmgeschäft bringt.
In der zweiten Rückblende erleben wir den Werdegang von Gretas Tochter Cheska und im 3. Teil den von Cheskas Tochter Ava.

Alle 3 Frauen sind sehr facettenreiche Figuren und obwohl sie ja direkt verwandt sind, sehr unterschiedlich.
Cheska ist sicher die interessanteste der drei, aber sie ist auch ein bisschen unheimlich.
Mit viel Einfühlungsvermögen und Kreativität erzählt die Autorin die Lebensgeschichte der drei Frauen und weiteren Familienmitgliedern.
Das mag sich jetzt vielleicht langweilig anhören, aber das ist es auf keinen Fall. Manche Dinge sind vielleicht etwas zu detailliert beschrieben, aber darüber habe ich gerne hinweggesehen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreißend und immer wenn ich dachte, jetzt wird sicher nichts mehr passieren, wurde ich eines besseren belehrt.
Es gibt viele Wendungen und überraschende Ereignisse, so dass ich die Geschichte durchgängig gefesselt hat.
Dazu beigetragen haben auch die wechselnden Stimmungen und die vielen verschiedenen Emotionen.
Das Ende, das zeitlich in der Gegenwart liegt, lässt keine Fragen offen und ist versöhnlich.
Diese schöne Familiengeschichte hat mich gut unterhalten und Lust auf weitere Bücher der Autorin gemacht.


Fazit: 4 von 5 Sternen
Yunika, 03. November 2015
Mal ein etwas anderer, aber sehr guter Riley
Dieser Roman von Lucinda Riley ist mal was ganz anderes und das fand ich sehr erfrischend. Im Mittelpunkt stehen Greta und ihre Geschichte. Die Idee hinter dem Gedächtnisverlustes und die Enthüllung der Familiengeschichte waren gut umgesetzt. Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, wie geschickt Riley sowas umsetzt. Die Handlung ist bis aufs Kleinste durchdacht und es ist genau durchdacht, wann was erzählt wird. Was ich bei diesem Roman jedoch etwas schade fand, war, dass die jetzige Zeit ein wenig vernachlässigt wurde. Die Geschichte hat fast nur in der Vergangenheit gespielt.

Schreibstilmäßig war das Buch einfach super. Es ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich war von Anfang bis Ende von diesem Buch gebannt und die Autorin hat es wieder einmal geschafft, mich zu packen. Das Ganze ist liebevoll und mit einem Auge für Details ausgearbeitet.

Die Greta in der Vergangenheit fand ich erst super sympathisch und nett. Als jedoch die Karriere von Cheska startete, hat sich verändert und war plötzlich nur noch auf die Karriere ihrer Tochter fixiert und hat ihr keine Kindheit gegönnt. Das hat für mich nicht zu dem Bild gepasst, das ich vorher von Greta hatte. Das kam für mich auch ein wenig unwirklich rüber.

David war von Anfang an ein sehr treuer und loyaler Mensch. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine Familie und setzt sein eigenes Wohl in den Hintergrund. Für mich mein Lieblingscharakter in dem Buch.


Die anderen Charaktere hatten alle ihre Stärken und Schwächen und das macht sie menschlich. Mir haben diese sehr gut gefallen.
Alles in allem ein gelungener Roman. Von Schreibstil her ein typischer Riley, von der Geschichte her mal etwas Neues und somit sehr erfrischend. Bis auf eine sind alle Charaktere sehr authentisch. Nur zu empfehlen.
Ivonne's Bücherregal, 04. September 2015
Eine spannende Geschichte
Rezension zu „Der Engelsbaum“

Ivonne Szynkiewicz
27. Juli 2015
Gegenwartsliteratur
Buchbild

Daten:

Der Engelsbaum von Lucinda Riley – Goldmann Verlag – 640 Seiten – ISBN 344248135X – 9,99€ – veröffentlich am 08. Dezember 2014



Inhalt:

In dem neuen Buch von Lucinda Riley, geht es um Greta Marchmont. Nach 30 Jahren kehrt sie in das Haus zurück in dem sie ihre Kinder zur Welt brachte. Doch für Greta ist es kein einfacher Besuch denn sie hat vor 23 Jahren bei einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Sie hat keine Erinnerungen an ihr bewegtes Leben. Einzig ihr langjähriger Freund David kann ihr eine Stütze sein in dieser Welt ohne Erinnerungen.

Doch der Besuch in Marchmont Hall bleibt nicht ohne Wirkung. Bei einem Spaziergang entdeckt Greta das Grab ihres Sohnes. Und auf einmal kommen die Erinnerungen zurück. Mit der Hilfe von David lernt Greta sich wieder kennen. Sie erfährt mit welchen Träumen sie damals, mit gerade 18 Jahren nach London kam und dann schwanger mit Zwillingen in Marchmont Hall landete. Greta erfährt die dramatische Geschichte ihrer Tochter Cheska und ihrer Enkelin Ava. Es erfordert viel Mut sich diesen Erinnerungen zu stellen. Oft genug merkt Greta, dass sie viele Fehler in ihrem Leben gemacht hat. Doch immer war David an ihrer Seite. Wird er ihr auch dieses Mal helfen mit allem was sie verarbeiten muss fertig zu werden?

Meine Meinung:

Der Engelsbaum heißt der nicht ganz neue Roman der irischen Bestseller-Autorin Lucinda Riley. Der Roman wurde bereits vor 20 Jahren unter ihrem Geburtsnamen Lucinda Edmonds veröffentlicht. Allerdings ist dies die erste Veröffentlichung in Deutschland des Buches.

Für mich war dieses Buch eine absolute Überraschung. Ich habe es regelrecht verschlungen. Die Geschichte um Greta und die Familie Marchmont ist unglaublich spannend. Leidet man Anfangs mit der jungen Greta, deren Leben so komplett anders verläuft als sie sich das gewünscht hat, versteht man im Laufe des Buches nicht immer ihr Handeln und oft wird sie einem unsympathisch. Gretas Tochter Cheska wächst einem sehr ans Herz und oft kann man beim Lesen nur den Kopf schütteln was das Mädchen alles mitmachen musste. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle und bis zur letzten Seite spannend. Denn Anfangs weiß man genau so viel wie die an Amnesie leidende Greta. Erst wenn sie mehr über ihr Leben erfährt, lichtet sich auch für den Leser der Nebel. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Es lässt sich sehr flüssig lesen. Man merkt ab und an, dass die Autorin noch sehr jung war als sie es geschrieben hat. Das schwächt aber auf keinen Fall das Lesevergnügen. Insgesamt ist es ein sehr schönes Buch was man zwischendurch lesen kann. Eine absolute Leseempfehlung von mir.
Monika Stutzke, 22. Juli 2015
Ein früheres Werk der Autorin
Greta soll das Weihnachtsfest mit ihrem alten Freund David bei ihrer Enkeltochter verbringen. David bringt sie nach Marchmont, an das sie keine Erinnerung mehr hat, seit sie vor 23 Jahen einen Unfall hatte, der eine Amnesie zur Folge hatte. Ihre Enkeltochter ist ihr fremd, selbst an ihre Tochter kann sie sich nicht erinnern, trotzdem David ihr immer wieder von ihr erzählt. Sie hat keine Erinnerung mehr an ihr Leben auf Marchmont und was sie dort erlebte.
Bei einem Spaziergang findet sie nahe am Wald ein Grab mit der Inschrift, dass dort ein 3-jähriger Junge beerdigt wurde. Sie spürt, dass sie etwas mit dem Grab verbindet und fängt langsam an, sich zu erinnern, dass dort ihr kleiner Junge begraben wurde.

Die Erinnerung bringt sie zurück ins London der Nachkriegszeit. Greta ist Tänzerin und kann nicht wählerisch sein, bei dem, was sie auf der Bühne darstellen soll. Als sie einen attraktiven GI kennen- und liebenlernt, verschweigt sie ihm dies und ist froh, dass er sie mit nach Amerika nehmen und heiraten will. Als er erfährt, was sie auf der Bühne darbietet, verlässt er sie ohne ein Wort und ohne zurückzublicken. Sie bleibt zurück, schwanger und allein.
Sie vertraut sich ihrem Freund David an, der sie zu seiner Mutter schickt, nach Marchmont, einem Herrenhaus.
David, der in London bleiben musste, liebt Greta, wagte aber nie, es ihr zu sagen. Und bald ist es zu spät, denn auf Marchmont lernt sie seinen Onkel kennen, der sie heiraten will. Obwohl sie ihn nicht liebt, willigt sie ein, ihrem Kind zuliebe. Aus dem einen Kind werden Zwillinge und drei ganze Jahre lang sind sie eine mehr oder weniger glückliche Familie, bis das Schicksal zuschlägt und ihr Sohn stirbt. Nun konzentriert sie sich voll auf ihre Tochter Cheska und bringt sie beim Film unter.

Was Greta nicht aus ihren eigenen Erinnerungen schöpfen kann, erfährt sie von David. David ist ihr in all den Jahren eine Stütze gewesen, sowohl in jungen Jahren wie auch während der Zeit ihrer Amnesie.

Das Buch umfasst zwei Zeitstränge, der erste beginnt in der Vergangenheit nach dem Krieg, der zweite in der Gegenwart, im Jahr 1985.
Durch die Zeitsprünge erfährt der Leser von Gretas Leben und ganz intensiv auch von Cheskas, die teilweise ein ähnliches Schicksal finden wird wie ihre Mutter.

Viel passiert, viel Gutes, aber auch viel Negatives. Greta macht Fehler bei der Erziehung ihrer Tochter und diese entgleitet ihr irgendwann.
Es gibt Höhen und Tiefen und Momente, in denen man denkt, nun wird alles gut. Aber es ist ein weiter Weg, voller Ängste und Sorgen und voller Stolpersteine.
Die Story befindet sich in steter Bewegung, Langeweile oder Längen kommen so gut wie nicht vor.
Greta hätte ich liebend gern das ein oder andere geschüttelt, als es um ihre Tochter Cheska ging und um deren Karriere. Sie war mir sympathisch und sie tat mir leid, was sie alles zu verkraften hatte.
David war immer der Fels in der Brandung, den ich bewunderte. Selbstlos und ohne Bedenken, war er immer für Greta und ihre Tochter da, verzichtete auf eigenes Glück.

Nachdem die Autorin Lucinda Riley mit den Büchern "Das Oleanderhaus" und "Der Lavendelgarten" große Erfolge feierte, wurde neben "Das italienische Mädchen" nun auch dieses Buch aus ihrer Schaffensphase in den 90er Jahren neu verlegt. Zu Recht kann ich nur sagen, denn auch dieses zeigt dem Leser ihre fantastische Erzählkunst, die den Leser ans Buch fesselt.

Was mich jedoch bei dem Buch echt genervt hat, was das Wort "Schätzchen", das auch ab und an mal mit "Schatz" abwechselte. Das war so auffällig oft, dass es wirklich störend wirkte.

Aber davon abgesehen, ist es, wie alle Bücher der Autorin, ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.
ccAngelinAcc, 11. Juli 2015
Der Engelsbaum
Inhaltsangabe:
Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken ...

Meinung:
Dieses Buch entfaltete in mir Herzschmerz. Es hat mich von vorne bis hinten gefesselt . Es ist in dem typischen " Riley-Stil" geschrieben ,und das finde ich toll! Ich habe dieses Buch in einer Nacht durchgelesen. Ich habe um 18 Uhr angefangen und war um 3 Uhr morgens fertig. Ich kann es nicht beschreiben. Ich kann nur sagen: Ich kann es nur empfehlen!!!!!
Ulla Leuwer, 08. Juni 2015
eine sehr fesselnde Geschichte
Meine Meinung:
Ich hatte mir schon länger vorgenommen, mal ein Buch der Autorin zu lesen, denn die Buchcover fand ich alle sehr ansprechend. So landete dieses auf meinem Reader und sollte im Urlaub gelesen werden.
Ich möchte gleich erwähnen, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat und ich von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt war. Es war aber auch eine sehr interessante Geschichte, die ich da zu lesen bekam.
Greta hat durch einen Unfall ihr Gedächtnis verloren und durch Zufall kommt die Erinnerung zurück. So konnte ich als Leserin erfahren, was sie in ihrem Leben alles bewältigen musste. Sie wurde in den zwanziger Jahren geboren und musste sich zum Ende des ersten Weltkrieges mit Arbeit als Showgirl in einem berüchtigten Theater durchschlagen. Nach und nach lernte ich ihre Geschichte, ihre Freunde und Familie kennen. Leider war mir Greta nicht immer sympathisch, mit so einigen Handlungen war ich gar nicht einverstanden, was später auch Katastrophen auslösen sollten. Cheska konnte ich überhaupt nicht leiden und habe oft geschimpft, wenn ich von ihr las. Aber alle weiteren Beteiligten waren mir sehr ans Herz gewachsen, ganz besonders David, der wirklich lange ausgehalten hatte. Womit, schreibe ich hier nicht ;) Die Geschichte zeigt dem Leser dann auch mal wieder, dass miteinander reden sehr wichtig ist und Ansprüche nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Es würde einiges im Leben erleichtern.
Wenn man ein eBook liest, merkt man nicht immer direkt, wie dick ein Buch ist. Ich meine, ich kann natürlich erkennen, dass es eine lange Geschichte ist, die vor mir liegt, aber bei der Dicke eines Buches hat man es doch ganz anders vor Augen. Auf jeden Fall waren viele Beschreibungen sehr ausführlich und das führte wohl zu der hohen Seitenanzahl. Ich hätte mir dagegen doch ein ausführlicheres Ende gewünscht oder zumindest einen Epilog.

Fazit:
Mir hat das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
Paloma Pixel, 13. Mai 2015
Familiendrama mit Herzschmerz Garantie
Lucinda Rileys Bücher sind immer sehr gefühlvoll geschrieben. Ihre Geschichten sind oft dramatisch aber nicht abwegig. Wenn auch manchmal etwas übertrieben dramatisch.

In der Engelsbaum wird die Geschichte einer Familie erzählt die das Schicksal zusammen gewürfelt hat. Es gibt mehrer Hauptfiguren und einige Nebenfiguren. In der Zeit wird mehrere Male herumgesprungen was mich manchmal doch sehr verwirrte aber erst mal zum Inhalt.

Zentrale Hauptfigur ist Greta die nach einem tragischen Unfall ihr Gedächtnis verloren hat. Viele Jahre war sie eingegraben in ihrer Wohnung ohne ein richtiges Gefühl, was ihr Leben wirklich noch für sie bedeutet, da sie sich daran nicht mehr erinnert. Schließlich folgt sie doch der Einladung ihres besten Freundes Weihnachten in ihrem alten Zuhause, einem alten Herrenhaus in Wales zu verbringen. Dort macht sie eine verstörende Entdeckung. Sie findet dort das Grab eines kleinen Jungen. Ihrem eigenen Sohn an den sie sich nicht mehr erinnern kann. Das schockiert sie so sehr das ihre Erinnerungen beginnen sich wieder zu regen. Greta weiß nicht ob sie sich darüber freuen soll oder ob sie Angst vor ihrer eigenen Vergangenheit hat. Denn ihre Vergangenheit hält sehr dunkles für sie bereit.

Der Leser geht mit Greta zusammen auf eine Entdeckungsreise in ihre eigene Vergangenheit. Man weiß nicht was diese Reise bereit hält, ahnt aber schnell das es turbulent wird. Vieles ist so geschrieben als ob Greta es von ihrem besten Freund und engstem Vertrauten erzählt bekommt.

Das Buch ist mit 613 Seiten schon ein dicker Brocken aber das bemerkt man beim lesen nicht ,weil es sich so zu sagen gut runter lesen lässt. Der Anfang beginnt in der zeitlichen Gegenwart von Greta und springt dann in die Vergangenheit wo alles seinen Anfang nahm. Es ist wirklich ein komplettes Familiedrama mit Liebes und Glücksmomenten, mit tragischen und herzergreifenden Wendungen. Ich fühlte mich doch stark an eine Daily Soap erinnert ,weil in dem Buch den Personen soviel Leid und Schicksal wiederfährt wie es doch in der Realität eher selten vorkommt. Die Geschichte blieb aber trotzdem spannend und man musste einfach weiterlesen, weil man wissen wollte ob es noch ein Happy End geben kann oder nicht. Ob es eins gibt verrate ich natürlich nicht. Wer auf Herzschmerz und Drama steht und verzwickte Familiengeschichten mag ist hier richtig. Mir war es ein bisschen too much aber es war gut geschrieben.
Tobi, 07. Mai 2015
Typischer Riley Roman der angenehm zu lesen ist und gut unterhält
Der Engelsbaum ist ein Buch, dass sehr angenehm zu lesen ist, ganz typisch für die Autorin ist und mich zwar nicht übermäßig positiv überrascht hat, aber auch nicht enttäuscht. Der Leser bekommt hier, was er sich von der Autorin erwartet: Eine solide und angenehm zu lesende Liebesgeschichte, die wieder auf verschiedene Zeitebenen das Schicksal mehrerer Frauen geschickt miteinander verwebt.

Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2015/05/der-engelsbaum-lucinda-riley/
Mara, 21. April 2015
ich bin großer Riley Fan und auch der Engelsbaum hat mich wieder begeistert von der Sprachgewalt und Fantasie der Autorin
Nicki, 22. März 2015
Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen
Ich bin zu Beginn des Buches nicht richtig reingekommen, da es tatsächlich leicht verwirrend wirkte. Doch ich gab dem Buch glücklicherweise noch eine Chance. Ich bereute es nicht. Die Charaktere hatte man im Laufe der Geschichte kennengelernt und konnte so die Puzzleteile zu einem Ganzem fügen.
Ich persönlich konnte nichts von dem, was dort passierte erahnen, ich war immer wieder überrascht, schockiert, mir kamen des öfteren die Tränen. Um es kurz zu sagen: Das Buch, war das schönste, welches ich je gelesen habe und kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.
NiWa, 18. März 2015
Damals in Marchmont Hall
Nach über 30 Jahren kehrt Greta mit ihrem guten Freund David nach Marchmont Hall zurück. Auf dem Anwesen hatte sie einst einige schöne Jahre verlebt, an die sie sich jedoch nicht erinnern kann. Denn bei einem schrecklichen Unfall vor gut 20 Jahren ist sie an Amnesie erkrankt.

Bei einem Spaziergang über das Grundstück, hält sie bei einem alten Grab inne und sieht dabei einer entsetzlichen Wahrheit ins Gesicht. Hier wurde ihr kleiner Sohn begraben und mit der plötzlichen Erinnerung an ihn, tritt ihre Vergangenheit auf einmal aus der Dunkelheit des Vergessens hervor. Aber ob sie sich wirklich erinnern will?

Gemeinsam mit Greta schaut man in diese Vergangenheit zurück. Es war seinerzeit im London der Nachkriegszeit, den turbulenten Jahren aus heimkehrenden Soldaten, dem Wiederaufbau und der Hoffnung auf ein besseres Leben, als sie sich schwanger und mittellos zum ersten Mal nach Marchmont Hall begibt.

Was weiter folgt, möchte ich nicht verraten. Aber es war eine nervenaufreibende Reise durch Gretas Geschichte und ich habe mit ihr etliche Jahrzehnte durchlebt. Die Rahmenhandlung, der an Amnesie erkrankten Greta, spielt in den 80ern und man erfährt nach und nach - teilweise aus ihrer Erinnerung, teilweise von anderen Personen, u.a. David, - was bis dahin geschehen ist.

Und passiert ist hier so einiges! Die Geschichte ist sehr emotional, wobei ich nicht unbedingt die besonders kitschige Variante meine, sondern sie nimmt einen auf eine Berg-und-Talfahrt der Gefühle mit: man liebt, man hasst, man lacht, man weint, entwickelt Abscheu und hofft das Beste, und ich habe noch nie so unterschiedlich für eine Romanfigur empfunden.
Greta war mir sympathisch, ich habe sie richtig gemocht. Doch mittendrin wurde ich so zornig auf sie bis sich diese Wut in herzergreifendes Mitleid auflöste und ich ihr am Ende wieder wohlwollend gegenüberstand.

Einem anderen Charakter trieb es vor meinen Augen den Wahnsinn ins Gesicht, und dabei wollte ich nur, dass es auch die anderen bemerken, bevor das alles ein böses Ende nimmt …

Hingegen gar nicht verstehen konnte ich die schier endlose Gutmütigkeit aller beteiligten Personen. Denn ich hätte hier vieles weder eingesehen noch verziehen, was vielleicht aber auch an meinem eher nachtragendem Naturell liegen mag.

So mancher Dialog kam etwas aufgesetzt daher. Manchmal kam es vor, dass ein Ereignis beschrieben wurde und dann erzählten die Personen mit ganz genau den gleichen Worten davon, fast, als hätten sie während des Gesprächs ihren Charakter abgegeben und lesen nur die vorherigen Zeilen ab.

Neben Gretas persönlichem Schicksal erhält man am Rande einen Blick auf die Filmindustrie und ihre Entwicklung bis in die 80er, wobei es sich zwar um erfundene Episoden handelt, deren Kern aber durchaus auf tatsächlichen Begebenheiten basiert, was meiner Meinung nach ebenfalls sehr interessant zu lesen war und dem Roman seinen historischen Grundton verliehen hat.

Es ist eine spannende, teilweise erschütternde Familiengeschichte, die damals in Marchmont Hall ihren Anfang nahm, und die ich wahnsinnig gern gelesen habe.
Isabelle, 16. Februar 2015
grosse Enttäuschung
Nachdem ich vom "Orchideenhaus" und "Mädchen auf den Klippen" völlig begeistert war, hat mir "Der Lavendelgarten" schon weniger gut gefallen. "Der Engelsbaum" ist nun für mich leider der Tiefpunkt. Die ersten 200 Seiten sind voller Klischees und total vorhersehbar. Danach wird es zwar spannender, aber so richtig mitreissend wird es nicht, da die Personen zum Teil unsympathisch sind. Die Story selber ist nicht schlecht, aber die Umsetzung fand meiner Ansicht nach auf tieferem Niveau statt als ich es von der Autorin gewohnt bin. Irgendwie hat mich das Buch bzw. Cheska an die Romane von Sidney Sheldon erinnert, welche ich nie mehr lesen würde. Ich werde "Die Mitternachtsrose" kaufen, sobald das Buch als Taschenbuch verfügbar ist, und hoffe fest, dass dieses wieder meine Erwartungen erfüllt. Ich habe in einer obigen Rezension gelesen, dass der "Engelsbaum" schon viel älter ist - vielleicht ist das der Grund für meine Enttäuschung?
Jana, 10. Januar 2015
Erschreckende Geschichte mit Abzügen
Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Denn ehrlich gesagt lese ich sonst eher dünnere Bücher, solche mit über 600 Seiten meide ich größtenteils. Es sei denn das Buch spricht mich wirklich an, so wie dieses hier.

"Der Engelsbaum" wurde vor ungefähr 20 Jahren von der Autorin geschrieben, aber erst jetzt veröffentlicht.
Dies merkt man auch an dem Buch selbst, denn die neueren Werke sind meiner Meinung nach wesentlich besser.

Wie es für Lucinda Riley üblich ist, springt auch dieser Roman in den Zeiten hin und her. Greta, die sich aufgrund eines Gedächtnisverlustes an nichts mehr erinnern kann, wird von David, einem guten Freund, über ihre Vergangenheit aufgeklärt.
Im Prinzip enthält der Roman die Geschichte Dreier Generationen. Gretas, die ihrer Tochter und auch ihrer Enkelin.
Trotzdem bin ich der Meinung es hätte eventuell alles etwas kürzer sein können. Irgendwie zogen sich manche Textpassagen doch sehr in die Länge und man hätte auch eher zum Punkt kommen können. Auch einige Personen waren mir etwas unsympathisch, wie zum Beispiel Greta selbst. Dafür sind mir David und seine Mutter LJ sehr ans Herz gewachsen. Aber auch Gretas Enkeltochter, Ava, hat mir sehr gefallen. Ich finde es erstaunlich, welche Entwicklung sie trotz ihrer Mutter gemacht hat. Obwohl sie alles, meiner Meinung nach, etwas zu leicht weggesteckt hat.
Die wohl spannendste Geschichte ist die von Greta's Tochter, Cheska. Sie leidet an einer schweren, psychischen Erkrankung, die aber erst spät erkannt wird. Teilweise habe ich mich aufgrund ihres Verhalten sehr erschrocken und konnte alles gar nicht richtig begreifen. Größtenteils ist die Erkrankung aber auch die Schuld der Protagonistin, denn diese kann einige Tatsachen sehr gekonnt verdrängen.
Eine besonders große Rolle spielt auch das Thema "berühmte Kinder", beziehungsweise wenn man Kinder zu früh ins Rampenlicht bringt. Im laufe der Handlung kann sich jeder selbst eine Meinung dazu bilden. Ich persönlich halte nicht allzu viel davon, vor allem wenn es das Kind daran hindert seine Kindheit auszuleben und richtig erwachsen zu werden.

Ich finde auch, das der Titel nicht ganz passend gewählt wurde. Denn der "Engelsbaum" taucht nur ein einziges Mal im gesamten Roman auf. Der englische Titel hingegen ist perfekt.

Außerdem sollte man sich nicht zu sehr vom Klappentext beirren lassen. Denn dieser hat meiner Meinung nach recht wenig mit dem eigentlichen Geschehen zu tun. Ich habe eine erschreckende Geschichte über Greta selbst erwartet. Stattdessen ist es eher eine über ihre Verwandten, in der sie natürlich eine nicht gerade kleine Rolle spielt. Die Spannung wird dadurch allerdings nicht getrübt.

Ich kann das Buch mit Einschränkungen weiterempfehlen. Wer gerne etwas realitätsnahere Romane und vor allem die der Autorin liest, für den ist dieser Roman mit Sicherheit etwas.
Jana, 07. Januar 2015
Erschreckende Geschichte mit Abzügen
Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Denn ehrlich gesagt lese ich sonst eher dünnere Bücher, solche mit über 600 Seiten meide ich größtenteils. Es sei denn das Buch spricht mich wirklich an, so wie dieses hier.

"Der Engelsbaum" wurde vor ungefähr 20 Jahren von der Autorin geschrieben, aber erst jetzt veröffentlicht.
Dies merkt man auch an dem Buch selbst, denn die neueren Werke sind meiner Meinung nach wesentlich besser.

Wie es für Lucinda Riley üblich ist, springt auch dieser Roman in den Zeiten hin und her. Greta, die sich aufgrund eines Gedächtnisverlustes an nichts mehr erinnern kann, wird von David, einem guten Freund, über ihre Vergangenheit aufgeklärt.
Im Prinzip enthält der Roman die Geschichte Dreier Generationen. Gretas, die ihrer Tochter und auch ihrer Enkelin.
Trotzdem bin ich der Meinung es hätte eventuell alles etwas kürzer sein können. Irgendwie zogen sich manche Textpassagen doch sehr in die Länge und man hätte auch eher zum Punkt kommen können. Auch einige Personen waren mir etwas unsympathisch, wie zum Beispiel Greta selbst. Dafür sind mir David und seine Mutter LJ sehr ans Herz gewachsen. Aber auch Gretas Enkeltochter, Ava, hat mir sehr gefallen. Ich finde es erstaunlich, welche Entwicklung sie trotz ihrer Mutter gemacht hat. Obwohl sie alles, meiner Meinung nach, etwas zu leicht weggesteckt hat.
Die wohl spannendste Geschichte ist die von Greta's Tochter, Cheska. Sie leidet an einer schweren, psychischen Erkrankung, die aber erst spät erkannt wird. Teilweise habe ich mich aufgrund ihres Verhalten sehr erschrocken und konnte alles gar nicht richtig begreifen. Größtenteils ist die Erkrankung aber auch die Schuld der Protagonistin, denn diese kann einige Tatsachen sehr gekonnt verdrängen.
Eine besonders große Rolle spielt auch das Thema "berühmte Kinder", beziehungsweise wenn man Kinder zu früh ins Rampenlicht bringt. Im laufe der Handlung kann sich jeder selbst eine Meinung dazu bilden. Ich persönlich halte nicht allzu viel davon, vor allem wenn es das Kind daran hindert seine Kindheit auszuleben und richtig erwachsen zu werden.

Ich finde auch, das der Titel nicht ganz passend gewählt wurde. Denn der "Engelsbaum" taucht nur ein einziges Mal im gesamten Roman auf. Der englische Titel hingegen ist perfekt.

Außerdem sollte man sich nicht zu sehr vom Klappentext beirren lassen. Denn dieser hat meiner Meinung nach recht wenig mit dem eigentlichen Geschehen zu tun. Ich habe eine erschreckende Geschichte über Greta selbst erwartet. Stattdessen ist es eher eine über ihre Verwandten, in der sie natürlich eine nicht gerade kleine Rolle spielt. Die Spannung wird dadurch allerdings nicht getrübt.

Ich kann das Buch mit Einschränkungen weiterempfehlen. Wer gerne etwas realitätsnahere Romane und vor allem die der Autorin liest, für den ist dieser Roman mit Sicherheit etwas.
LeseBlick, 21. Dezember 2014
Der Lauf der Dinge...
Zu Beginn wird man förmlich mit Charakteren überflutet, dann kommen noch Erzählstränge in verschiedenen Zeitepochen dazu und schon ist das Chaos perfekt. Aber sehr schnell kam Licht in diese vielfältige Darstellung, was ich von Lucinda Riley auch nicht anders erwartet hatte.

Das Buch spielt in der Zeit von 1945-1985 und es wurden damalige Themen sehr gut mit eingebracht: die Suche nach einem beruflichen Halt nach der Kriegszeit, familiäre Intrigen, ungewollte Schwangerschaften und gemachte Fehler, deren Auswirkungen zu spät erkannt wurden.

Im Mittelpunkt sollte eigentlich Greta stehen, die durch einen Unfall ihr Gedächtnis verliert und 23 Jahre in einer Welt lebt, in der sie sich fremd fühlt. Jedoch war sie meines Erachtens nicht wirklich die Protagonistin. Lucinda Riley erzählt eher die Geschichte der Familie Marchmont und deren Verbindung zu Greta. Wir lernen sämtliche Charaktere kennen und deren meist tragische Geschichte, denn alle tragen eine solche mit sich.
Einen besonderen Weg in mein Herz haben L.J. und ihr Sohn David gefunden! L.J. ist Greta’s Schwägerin und David der Neffe Greta’s Ehemanns. Beide Charaktere zeigen dem Leser eine tolle Persönlichkeit und erwärmen mit ihrem Auftreten und Taten das Herz.
Andere Charaktere, wie z.B. Ava, Greta’s Enkelin kamen mir sehr naiv und schwach vor. Und dann wäre da noch Cheska, Greta’s Tochter. Sie ist wohl der spannendste Charakter im Buch und hat sogleich eine schockierende und traurige Geschichte.

Greta und David, deren Bekanntschaft in einem Varieté Theater begann, verzwickt sich auf wirklich weitreichende Art. Am Ende des Buch denk man einfach nur, was für eine Geschichte, die sich über so viele Generationen ausdehnt.

2 Geschichten bewegten mich ganz besonders. Es waren die Liebesgeschichten in dem Buch, die mich am meisten bewegten. Der Grund dafür sind die vielen verpassten Jahre, die der Liebe im Wege standen, aber mehr verrate ich nicht.

Das heikelste Thema war, wie steht man zu dem Thema: Eltern, die ihre kleinen Kinder berühmt machen! Meine Meinung darüber kann ich mir immer noch nicht so ganz bilden. Dieses Thema verfolgt uns ja sehr oft in den Medien, meistens nimmt der Druck in der frühen Kindheit ein böses oder trauriges Ende. Danke an die Autorin, dass dieses Thema so spannend in dieses Buch eingebracht wurde.

Kleine Abzüge gibt es dennoch. Der Klappentext verspricht Greta’s Geschichte, jedoch erfahren wir viel mehr über die Geschichte ihrer Tochter Cheska und ihrer Enkelin Ava. Und dann war ich ein wenig enttäuscht in Hinsicht auf den Titel des Buches, „Der Engelsbaum“. Wir erfahren zwar, welche Bedeutung er hat, aber er kommt lediglich 1 Mal im Buch vor und das finde ich sehr schade. Auch weil dieses wunderschöne Cover einen Blick auf Bäume erkennen lässt, hätte ich mir dahingehend eine größere Bedeutung versprochen.

Fazit
Ein weiterer gelungener Roman von Lucinda Riley, der wieder mit einer ganz anderen Geschichte und anderen Themen überzeugt und nur kleine Kritikpunkte mit sich bringt. Des Weiteren ist dieses Buch ein Cover-Highlight 2014.
Janine2610, 17. Dezember 2014
Ein wundervolles Buch zum Abtauchen!
In das Buch kann man sich so richtig hineinfallen lassen.
Ein bisschen hat es mich ja an Lucinda Rileys "Das Orchideenhaus" erinnert. Auch hier gibt es nämlich wieder zwei Erzählstränge - beide aus 19..er Jahren.

Da Greta an einem Gedächtnisverlust leidet, weiß man als Leser erst mal genauso viel bzw. wenig wie sie. Erst als Greta nach vielen Jahren wieder nach Marchmont Hall zurückkehrt, regen sich Erinnerungen an damals. Und genau da werden wir zum ersten Mal in die Vergangenheit zurück katapultiert. Nach und nach erfährt man wie >alles< begann und wie es schlussendlich zu dem Unfall gekommen ist, bei dem sie ihr Gedächtnis verloren hat. Dabei treten unfassbare Dinge zu Tage.
Eine große, wichtige Rolle spielt hierbei Gretas Tochter Cheska. Cheskas unglaubliche, erschreckende Entwicklung, vom Baby bis zur erwachsenen Frau, all das erfährt man sodann kontinuierlich.
Cheska war für mich persönlich eine der interessantesten, wenn auch eine der unheimlichsten, Charaktere im ganzen Buch.
Meine Sympathie zu Greta war ziemlich wechselhaft, viel lieber hatte ich David, den Menschen, der in Gretas Leben seit jeher ein große Rolle gespielt hat, aber auch Ava, Gretas Enkelin, mochte ich wirklich gerne.

Was mir nach einer Weile ein bisschen auf die Nerven gegangen ist, war das Wort "Schätzchen" und dass, wenn sich irgendjemand vom anderen verabschiedet hat, es einen Kuss auf die Wange, die Stirn oder den Scheitel gab... - Das alles kam eindeutig zu oft vor!

Irre, wahnsinnig, mitreißend, spannend und interessant sind die Adjektive, die diesen Roman am besten beschreiben würden. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen - Unterhaltung auf ganzer Linie.