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Das Orchideenhaus

Lucinda Riley

Das Orchideenhaus

Roman

560 Seiten

Info

Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird …

Hörprobe

Pressestimmen

"Lucinda Rileys Das Orchideenhaus ist ein rührendes Epos über Liebe, Krieg und Hoffnung."
Freundin Donna, 09.05.2011
"Ein wunderbarer Schmöker, der vor allem in den Rückblenden durch die lebhafte Schilderung des exotischen Thailands überzeugt."
Kölner Illustrierte, 26.05.2011
"Ein Roman voll Spannung und großer Gefühle."
Rhein-Main-Magazin, 31.10.2011

Kundenrezensionen

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Das Orchideenhaus

(8 Kundenrezensionen)
(Durchschnittliche Bewertung)
Conny G., 16. November 2017
Fesselnde Geschichte über die Liebe und Familiengeheimnisse
Julia Forrester hat einen schlimmen Schicksalsschlag erlitten und deshalb Frankreich verlassen. Sie kehrte zurück in ihre Heimat England in die Nähe ihrer Schwester und verkriecht sich in ihrer Trauer.
In der Nähe befindet sich das Anwesen Wharton Park, wo Julias Großvater früher als Gärtner und Orchideenzüchter beschäftigt war und Julia als Kind viel Zeit verbrachte.
Also dort aufgrund des bevorstehenden Verkaufs des Anwesens eine Versteigerung stattfindet, kehrt Julia nach vielen Jahren zurück nach Wharton Park.
Der aktuelle Besitzer Kit Crawford erkennt Julia wieder und händigt Julia ein altes Tagebuch aus, von dem er denkt, dass es Julias Großvater gehört haben könnte. Das Tagebuch wirft für Julia viele Fragen auf, so dass ihr eigentlich nur ihre Großmutter Elsie helfen kann, die Geheimnisse aufzudecken.

Durch das Tagebuch und die Erzählungen der Großmutter führt Lucinda Riley ihre Leser auf die 2. Zeitebene der Geschichte. Wir landen weit in der Vergangenheit zur Zeit des 2. Weltkrieges und die Reise führt von England bis nach Thailand.
Wir lernen frühere Generationen der Familie Crawford auf Wharton Park kennen und natürlich Julias Großeltern Elsie und Bill. Ausführlich erzählt die Autorin die Familiengeschichte der Crawfords und die Verbindung von Harry, dem Sohn des Hauses, zu Bill dem Gärtner.
Stück für Stück offenbart sich ein lang gehütetes Familiengeheimnis dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Aber auch in der Gegenwart muss Julia mit Ereignissen und Neuigkeiten zurechtkommen, die ihr Leben erneut auf den Kopf stellen.
Ich war regelrecht geschockt und konnte kaum fassen, was Julia da ertragen muss.

Lucinda Riley verknüpft beide Zeitebenen sehr gekonnt miteinander. Sie erzählt die Ereignisse der Vergangenheit, die durch die Kriegszeit öfter mal etwas traurig oder gar dramatisch sind, sehr einfühlsam. Besonders der Teil, der in Thailand spielt gefiel mir gut, da es ihr gelingt, die besondere Atmosphäre und die Schauplätze dort, sehr anschaulich darzustellen.
Auf beiden Zeitebenen finden sich liebenswerte Protagonisten, die ich schnell ins Herz geschlossen und ihre Schicksale gebannt verfolgt habe.
Wie komplex aber die gesamte Geschichte ist sowie alle Zusammenhänge und deren Folgen erkennt man tatsächlich erst am Ende.
Und bis dahin hat mich der gut durchdachte Plot gefesselt und viele unterschiedliche Emotionen haben mich bewegt und berührt.

Die Geschichte der Crawfords und von Wharton Park verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und auch zwei Liebesgeschichten und ist ein sehr unterhaltsames Wohlfühlbuch.
Liebhaber von Geschichten über Familiengeheimnisse werden dieses Buch sicher genau so sehr genießen wie ich!


Fazit: 5 von 5 Sternen
Monika Stutzke, 22. Januar 2016
Lucinda Riley enttäuscht nie
Julia Forrester ist das schlimmste passiert, was sie sich denken konnte. Während sie einen Auftritt als Pianistin hatte, starben ihr Mann und Sohn bei einem Autounfall. Ihr Lebensglück ist dahin und sie hat schwer damit zu kämpfen, überhaupt weitermachen zu können.
Sie zieht von Frankreich zurück nach Norfolk, in die Nähe ihrer Schwester Alicia und dem Wharton Park, mit dem sie wunderbare Erinnerungen an ihre Großeltern verbindet. Ihr Großvater Bill war seinerzeit dort als Gärtner angestellt.
Wharton Park steht momentan zum Verkauf, da der neue Erbe, Lord Crowford, Kit genannt, sich die Sanierung des heruntergekommenen Hauses nicht leisten kann.
Um ihre Schwester ein wenig aus dem momentanen Tief herauszuholen, beschließt Alicia, mit ihr dort zur Versteigerung hinzugehen. Dort lernen sie Kit kennen, der sich noch an Julia von früher erinnern kann.
Er zieht in das Haus, in dem früher die Großeltern von Julia und Alicia wohnten und findet dort eine Art Tagebuch. Da er vermutet, dass das Buch ihrem Großvater Bill gehörte, gab er es Julia.
Was Julia dort zu lesen bekommt, macht für sie irgendwie keinen Sinn, so dass sie ihre noch lebende Großmutter zu den Ereignissen aus dem Tagebuch befragen will. Was sie jedoch von ihr zu hören bekommt, verändert alles, denn es ist auch ein Blick in die Geschichte ihrer Familie...

Dieses Buch "Das Orchideenhaus" wird als Lucinda Rileys Erstlingswerk gehandelt, was es jedoch nicht ist. Die Autorin hatte bereits unter anderem Namen Bücher veröffentlicht.

Wie von Lucinda Riley gewohnt, ist auch dieser Roman wieder in verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Die Vergangenheitsebene spielt während des 2. Weltkrieges und reicht bis nach Thailand. Die andere Zeitebene liegt in der Gegenwart, die in Frankreich beginnt und sich anschließend nach England, Norfolk, verlagert. In der Gegenwart erfährt der Leser von dem schrecklichen Verlust, den Julia erleiden musste. Sie zieht in die Nähe ihrer Schwester Alicia, nach Norfolk, um wieder zur Ruhe zu kommen und mit ihrer unmittelbaren Vergangenheit abschließen zu können. Als sie und Kit sich näherkommen, passiert etwas, was alle Hoffnungen und Pläne völlig über den Haufen wirft.

Durch das gefundene Tagebuch und den Erzählungen und Erinnerungen ihrer Großmutter erlebt der Leser die Ereignisse, die sich während des 2. Weltkrieges in Thailand abspielten. Die Protagonisten sind neben dem jungen Bill und Elsie, den späteren Großeltern von Julia, der Erbe von Wharton Park Harry und seine Frau Olivia sowie Lidia, eine junge Frau in Thailand.

Gekonnt verbindet die Autorin wieder beide Zeitebenen miteinander, wobei die ganzen Zusammenhänge erst zum Ende sichtbar werden. Obwohl einige Ereignisse voraussehbar sind, gibt es auch Überraschungen, mit denen man als Leser nicht gerechnet hat.

Lucinda Riley breitet wieder eine Palette aus, die von allem etwas hat. Liebe, Vertrauen und Verantwortung sind genauso so finden wie Krieg, Lügen und Trauer.
Als Leser geht man auf die Protagonisten ein, freundet sich mit ihnen an und begleitet sie auf ihren Wegen. Ich habe mit ihnen gelebt, geliebt und gelitten und die meisten von ihnen in mein Herz geschlossen.
Es ist ein Buch, bei dessen Lesen man mit einigen Emotionen konfrontiert wird, das aber zu keiner Zeit langweilig wird.

Lucinda Riley ist ein Name, der gute Unterhaltung garantiert und aus diesem Grund empfehle ich dieses Buch auch sehr gern weiter.
Kerstin Junglen, 27. November 2015
Lucinda Riley - Das Orchideenhaus
Kurzbeschreibung:
Jedes Haus hat sein Geheimnis. Und jede Liebe ihren Preis.
Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird... *Quelle*

Zur Autorin:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman Das Orchideenhaus stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Meinung:
Die 31-jährige Konzertpianistin Julia Forrester hat ihren Mann Xavier und Sohn Gabriel durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren, was sie völlig aus der Bahn wirft. Sie flüchtet aus ihrer Wahlheimat Frankreich zurück nach England, wo sich ihre 3 Jahre ältere Schwester Alicia um sie kümmert. Um ein Geburtstagsgeschenk für ihren Vater zu besorgen, fahren die Schwestern zu einer Auktion auf das Anwesen Wharton Park, auf dem ihre Großeltern bereits gearbeitet und gelebt haben.

Dort begegnet Julia dem neuen Gutsherren Kit Crawford, den sie bereits als Kind kennengelernt hatte, und der das alte Cottage ihrer Großeltern renoviert. Bei diesen Umbaumaßnahmen stößt Kit auf ein altes Tagebuch, das Julias Großvater Bill gehört haben soll. Daraufhin macht sie sich auf den Weg zu ihrer noch lebenden Großmutter Elsie, um mehr darüber zu erfahren, und schon bald wird sie mit mehreren gut gehüteten Geheimnissen um ihre Familie konfrontiert.

Lucinda Riley konnte mich bereits mit Der Lavendelgarten sehr begeistern, deshalb griff ich nun zu ihrem Debütroman Das Orchideenhaus, was mich ebenfalls fesseln konnte.

Julia ist eine sympathische Hauptfigur, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hat und sich nach einem Jahr immer noch vor anderen Menschen, auch ihrer Familie, verschanzt und absondert. Erst ihre Wiederbegegnung mit Kit Crawford bei der Auktion auf Wharton Park und der Entdeckung des alten Tagebuchs locken sie langsam zurück ins Leben.

Kit Crawford, der männliche Gegenpart, ist ein sehr fürsorglicher Mensch, der sich schon bald zu Julia hingezogen fühlt und sich aufopferungsvoll um sie kümmert, als sie schwer erkrankt. Er gibt ihr neue Kraft und den Halt, den sie nach einem einjährigen Einsiedlerdasein braucht.

Auch die Nebencharaktere sind interessant geschildert. Hier dominieren eindeutig die starken Frauen, sei es Julias Schwester Alicia oder in der Vergangenheit Olivia, die frühere Herrin über Wharton Park, Julias Großmutter Elsie, die die Zofe von Olivia war oder auch Lidia, ein thailändisches junges Mädchen.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Einmal werden Julias Erlebnisse in der Gegenwart beleuchtet und ebenso die Zeit um den 2. Weltkrieg, die aus der Sicht des jungen Gutsherren Harry Crawford erzählt wird und hauptsächlich in Thailand angesiedelt ist.

Lucinda Riley versteht es sehr gut, die Landschaften von England und auch Thailand detailliert und bildhaft darzustellen, ohne langatmig abzuschweifen. Viele gegensätzliche Gefühle leiten diesen Roman, seien es Trauer, Hass, Liebe, Freundschaft aber auch Rache und Angst. Hier wird der Leser auf eine regelrechte Achterbahnfahrt mitgenommen, die anfangs noch anmutenden losen Fäden werden am Ende lückenlos zu einem geschlossenen Kreis zusammengeführt und es bleibt eine wunderschöne Geschichte zurück, die mir sehr gut gefallen hat. Ich werde sicherlich noch mehr Bücher der Autorin lesen.

Fazit:
Mit Das Orchideenhaus konnte mich Lucinda Riley wieder genauso begeistern wie mit Der Lavendelgarten. Eine interessante Familiengeschichte mit alten Geheimnissen, die auf zwei Zeitebenen erzählt und dadurch nie langweilig wird. Lucinda Riley ist eine meisterhafte Erzählerin, die ich an diesem Genre interessierten Lesern nur weiterempfehlen kann.
Luckyside, 18. Oktober 2015
Rezension - Das Orchideenhaus
In dieses Buch habe ich mich verliebt. Oder vielmehr in dessen Autorin. Ich liebe Bücher, in denen Häuser und Familien mit Geheimnissen vorkommen.

Lucinda Riley erzählt abwechselnd aus verschiedenen Sichten, wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Alles rund um die Familien, die im Landsitz Wharton Park aufgewachsen sind, gelebt haben oder zu den Bediensteten des vergangenen Jahrhunderts gehörten. Im Vordergrund dabei stehen Julia, die die Enkelin des damaligen Gärtners und Orchideenzüchters ist und Kit, der momentane Erbe des Gutes. Da der einst rießige und prunkvolle Wohnsitz hoch verschuldet ist, sieht Kit sich gezwungen, das Gut zu verkaufen. Dabei taucht ein Tagebuch auf, das Julias Großvater gehört haben muss. So kommt es, dass Julias Großmutter beginnt, die Familiengeschichte zu erzählen und so manches Geheimnis aufzudecken.

Der Schreibstil von Lucinda Riley ist so schön flüssig, dass ich mich richtig weglesen konnte. Die spannende und dramatische Geschichte um das Anwesen der Crawfords hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Am liebsten wäre ich mit dabei gewesen und würde gerne dort einziehen.
Yunika, 20. August 2015
Fesselnd und rührend
Ein Haus, zwei Familien, ein Geheimnis. Das ist das, worum sich die Geschichte dreht. Ich liebe Geschichte über die Geheimnisse eines Hauses und einer Familie. Ich finde es spannend, die Geheimnisse einer Familie zu lüften und zu erfahren, was in der früheren Zeit passiert ist. Dazu ist diese Geschichte unglaublich gut verpackt und hat mich richtig berührt. Ich war einfach hin und weg. Es hat nur, meiner Meinung nach, zu lange gedauert, bis man erfahren hat, was Julia für einen Schicksalsschlag hinter sich hat. Alle wussten, was passiert ist und das hat sehr verwirrt.

Die Sprache von Lucinda Riley gefällt mir sehr gut. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Die Sprache war sehr bildlich und gut ausgearbeitet. DIe Wortwahl war gut überlegt und einfach passend.

Die Personen der Geschichte fand ich authentisch und sympathisch. Julia fand ich von Anfang an sehr sympathisch. sie ist klar durchdacht und strukturiert. Einerseits ist sie sehr verletzlich, andererseits auch sehr stark. Diese zwei Seiten mochte ich an ihr.
Kit fand ich etwas sehr aufdringlich und deswegen erst unsympathisch. Mit der Zeit ist er mir jedoch ans Herz gewachsen.
Die anderen Charaktere fand ich auch gut durchdacht und manche etwas mehr und manche etwas weniger sympathisch.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass ich diese Geschichte geliebt habe. Für mich passt alles: tolle Charakter, super Geschichte und super Textstil. Dieses Buch hat mich zu Tränen gerührt. Es war mein erster Riley-Roman und wird nicht mein letzter sein.
LeseBlick, 29. Juli 2015
Ein tolles 2. Mal!
Meine Meinung
Ein Buch zum Genießen…

Vor etwa 3 Jahren habe ich dieses Buch schon einmal gelesen, damals war es das erste Buchgeschenk meines Freundes und wie ihr gleich lesen werdet, bin ich sehr dankbar über dieses Buch. Gespannt war ich, wie mir das Buch beim zweiten Mal gefallen wird. Kann es meine damalige 4 Sterne Bewertung toppen?

Ich hatte nur noch ganz vage Erinnerungen an die Geschichte und es war ein schönes Gefühl, als mir nach und nach ein Licht aufging und dennoch war mir der zweite Teil des Buches komplett entfallen gewesen und somit wartete ich bis zum Ende auf den Überraschungsmoment.

Wie immer in ihren Romanen schafft Riley auch hier wieder durch ihren grandiosen Schreibstil die Vergangenheit und die Gegenwart gekonnt miteinander zu verbinden.
In der Gegenwart lernen wir Julia Forrester, ihre Schwester Alicia und den heutigen Besitzer von Wharton Park Kit Crawford kennen. Julia’s Geschichte, ihren Schmerz und ihre Entwicklung habe ich immer sehr gerne verfolgt.
1939-1947, tauchen wir ab in die Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Ich mag dieses Thema in Büchern unheimlich gern und auch hier erfasst man als Leser sehr gut, welche Auswirkungen der Krieg in vielerlei Hinsicht hatte. In den Erzählsträngen der Vergangenheit lernen wir zwei besondere Konstellationen kennen. Zum einen Olivia Drew-Norris und Harry Crawford und zum anderen Elsie und Bill Stafford, Julia’s Großeltern.
Welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat, kann ich gar nicht sagen. Ich war natürlich unheimlich gespannt, auf die Inhalte des gefundenen Tagebuchs, welches die Erlebnisse in der Vergangenheit erzählt. Es ist in diesem Roman wirklich ein Geben und Nehmen.

Ein Kriterium, welches für mich immer wichtiger wird, ist der Zusammenhang des Buches mit dem Titel und dem Cover. Eindeutig wurde dies hier erfüllt. Schon der Prolog erzählt eine wunderschöne Geschichte, auf die des Öfteren eingegangen wird. Das Thema Orchideen war toll gewählt. Ich werde beim nächsten Orchideenkauf ein Lächeln auf den Lippen haben und diese Blume nun mehr genießen, so viel steht fest.

Nochmals zu den Charakteren. Die Autorin schafft es auf 560 Seiten die Geschichte aller Charaktere zu erzählen. Kein Charakter erscheint mir im Nachhinein blass und jeder hat etwas Besonderes an sich.

Die Story verlief mit vielen Hochs und Tiefs und das macht einen Riley aus. Mit ihrem Hang zum Dramatischen in Hinsicht auf Liebesgeschichten, waren wir vorbereitet und dennoch wiedermal überrascht.

Wer ein wenig Urlaub sucht, kann auch dies im Buch finden.
Lucinda Riley nimmt uns mit auf eine Reise vom regnerischen England in ein Land mit einem ganz anderen Gemüt und einer anderen Vegetation, Thailand.
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Kritikpunkte kann ich nur winzige Sache zur Sprache bringen. Es waren abschließend ein paar Teilgeschichten, die nicht hätten sein müssen und der Geschichte einfach nichts brachten.

Mein Fazit
Dieses Buch war für mich ein Reread und ich merke hier wirklich, wie man sich als Leser auch entwickelt. Beim zweiten Lesen schafft es dieses Buch wirklich mich noch mehr in seinen Bann zu ziehen und von mir die Bestbewertung zu bekommen. Der entscheidende Punkt war hier, dass Riley es schafft, aus einzelnen Speichen ein Rad zu machen, welches sich mehr als rund dreht.
Leselounge, 10. März 2015
Wundervoll...
Ein furchtbarer Schicksalsschlag lässt die junge Pianistin Julia beinahe zerbrechen. Erst der Besuch auf dem, aus Kindheitstagen geliebten Anwesen Wharton Park, löst sie langsam aus ihrer Lethargie. Er ruft Erinnerungen wach. Diese Erinnerungen nimmt die Autorin zum Anlass uns auch die Lebensgeschichte der von Julia geliebten Großeltern näher zu bringen. Wir lernen nach und nach die Menschen kennen, die einst auf Wharton Park lebten und arbeiteten. Und genau hier liegt der Ursprung des „ich-kann-es-jetzt-noch-nicht-weglegen-auch-wenn-mir-die-Augen-zufallen“-Phänomens. Absatz für Absatz dringt der Leser tiefer in die Wahrheit um Julia und die Vergangenheit ihrer Ahnen. Was für eine Tragödie musste die schöne Musikerin erfahren? Wie kam es dazu? Und welches Geheimnis ist ihre Großmutter nun bereit preiszugeben? Wer sich auf die Geschichte und ihre Schauplätze in England, Frankreich und Thailand einlässt erlebt ein ganz besonderes Lesevergnügen. Alle die Kate Mortons „Der verborgene Garten“ liebten, werden sich auch in diesem Familienepos wie in einer vertrauten Umarmung fühlen.
Mikka Liest, 09. März 2015
Drei Frauen, drei Generationen und ein großes Familiengeheimnis
"Das Orchideenhaus" war mein erstes Buch von Lucinda Riley, aber sicher nicht mein letztes! Ich liebe epische Familiengeschichten, in denen alte Geheimnisse aufgedeckt werden, und die Autorin haucht diesem häufig verwendeten Grundthema mit großartigen Charakteren und originellen Wendungen echtes Leben ein.

Das Buch lebt vor allem von seinen authentischen, glaubwürdigen Protagonistinnen. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart ist da zum einen die junge Starpianistin Julia, die nach einem schrecklichen Schicksalsschlag nur langsam und widerwillig zurück ins Leben findet, und in der Vergangenheit, zur Zeit des zweiten Weltkriegs, dreht sich die Geschichte um Olivia, die Tochter aus gutem Hause, die als Debütantin an Hofe eingeführt wird und sich in einen Mann verliebt, der sie zwar heiratet, sie aber dennoch unglücklich macht. Beide sind sympathische, starke junge Frauen, mit denen ich schnell mitfühlte und mitfieberte! Es gibt auch noch eine dritte junge Frau, über die ich lieber nichts schreiben will, um nicht zu viel über die Geschichte zu verraten, die mir aber ebenfalls sehr gut gefallen hat...

Auch die anderen Charaktere sind interessant, komplex und überzeugend, wenn auch nicht immer 100%ig liebenswert. Vor allem Harry, Olivias große Liebe, ist ein schwieriger Mann, der eigentlich weiß, was gut und richtig wäre, es aus Charakterschwäche heraus aber oft nicht tut. Ich konnte seine Zweifel, Ängste und Hoffnungen zwar durchaus nachvollziehen, und natürlich kann man sich nicht immer aussuchen, was man fühlt - aber er würde den Menschen in seinem Leben zumindest die Wahrheit schulden. Dennoch ist er auf jeden Fall ein faszinierender, packender Charakter, über den ich gerne gelesen habe.

Rund um Harry und Olivia entfaltet sich ein richtiges Drama, das das Leben vieler Menschen beeinflusst und verändert, über mehrere Generationen hinweg. Ich fand das sehr spannend und unterhaltsam zu lesen. Mit ein paar Geschehnissen hatte ich zwar schon gerechnet, aber vieles überraschte mich auch völlig, vor allem gegen Ende! Auch in Julias Leben gibt es die ein oder andere unerwartete Wendung.

Allerdings fand ich eine Sache dann doch ein wenig zu bemüht überraschend... Das hätte für mich nicht unbedingt sein müssen, stört den Fluss der Geschichte aber auch nicht lange, bevor es sich dann wieder in Wohlgefallen auflöst. Wer das Buch liest, wird wahrscheinlich direkt wissen, was ich meine, wenn es passiert!

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Lucinda Riley schafft es mühelos, Atmosphäre und Stimmung zu vermitteln, egal, ob eine Szene jetzt an einem grauen, verregneten Tag in England oder an einem heißen Sommertag im farbenprächtigen Thailand spielt.

Die Liebesgeschichten in diesem Buch sind oft tragisch, und nicht jeder Charakter bekommt sein Happy End, aber dennoch habe ich es mit dem Gefühl zugeschlagen, dass die Liebe etwas Wunderbares ist, das jedes Risiko wert ist. Sehr romantisch, aber erfreulicherweise nicht zuckersüß kitschtriefend.

Fazit:
Drei Frauen, drei Generationen und ein großes Familiengeheimnis. Lucinda Riley beschreibt ihre jeweilige Geschichte bunt, lebendig und atmosphärisch, mit anrührenden Emotionen von junger Liebe bis hin zu tragischem Verlust. Ich fand das Buch sehr packend und wunderbar zu lesen!